Aktuelle Publikation


Auf zahlreichen Reisen und Wanderungen quer durch den Alpenraum sowie einige andere Regionen Europas brachte ich immer wieder längere Zeit unter freiem Himmel lebend zu. Dabei begegneten mir Menschen, die noch eine Reihe alter mündlicher Überlieferungen kannten, und ich traf auf eine Vielzahl bunter Bräuche, die bis heute gepflegt werden.

Brauchtum ist eine Art Erzählform: In seiner Sprache aus Reimen, Liedern, Tänzen, Masken und rituellen Handlungen berichtet es vom Zusammenhang alles Lebendigen, von der Verbindung zwischen Mensch und Landschaft und dem gemeinsamen Gedeihen. Oft überliefert es jahrhunderte- oder sogar jahrtausendealtes Wissen.
Das Wissen mag alt sein, doch es hat seine Gültigkeit nicht verloren, es gilt nur, die archaische Sprache des Brauchtums wieder zu verstehen.

Folgt man dem Jahreslauf auf diese Weise, stellt sich von selbst eine natürliche Rhythmisierung des eigenen Lebens ein und plötzlich lässt sich manches entdecken, wo man Zuflucht im Wunderbaren, Festlichen oder Bestaunenswerten findet.

Damit öffnet sich wieder der Blick für das Sagenhafte, das Märchenhaft-Mythische, das den Menschen auf besondere Weise nährt....